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Beton schädigende Thaumasitbildung? – Untersuchungen an einem Schadensfall
Univ.-Prof. Dr.-Ing. D. Heinz, Dr.-Ing. L. Urbonas, Technische Universität München, Munich, Germany
In einem etwa 30 Jahre alten Stollen wurden Schäden an Spritzbeton und anderen Betonbauteilen festgestellt. Ziel der Untersuchungen war es die Ursachen der Betonschädigungen zu klären. Die Charakterisierung der geschädigten Betone erfolgte mittels Röntgendiffraktometrie, Kern-Spin-Resonanz-Spektrometrie (NMR), Elektronenmikroskopie (ESEM) und konventioneller chemischer Analyse. Auch Bergwasser und Felsgestein wurden chemisch und mineralogisch (Fels) charakterisiert. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass bei niedrigen Temperaturen (ca. 10 °C) trotz relativ niedriger Gehalte an Sulfat und kalklösender Kohlensäure im Bergwasser eine Schädigung von Spritz- und Ortbetonen durch eine lösende und carbonatisierende Wirkung von Berg- bzw. Kondenswasser erfolgte, oder durch eine Kombination aus lösendem und thaumasitbildendem, z.T. inneren Sulfatangriff. Die Schädigungsmechanismen werden diskutiert.
Summary CEMENT INTERNATIONAL 01/2006 S. 90-101
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