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Überlegungen zum Alitgehalt und zur Berechnung der realen Phasengehalte im Zementlinker
Dr. S. Chromy, Brno, Czech Republic
Der reale Alitgehalt des Zementklinkers ist in der Regel höher als der nach Bogue berechnete. Mithilfe einer Regressionsanalyse wird gezeigt, dass dieser Unterschied auf den kombinierten Einfluss der Nebenelemente und des Brenngrads des Klinkers zurückzuführen ist. Die Nebenelemente beeinflussen die Stabilitätsfelder der Klinkerphasen. Infolgedessen entsteht bei der Bildung des Alits ein lokaler SiO2-Überschuss in den belitischen Feldern, der mit der Stufe der Verteilung von SiO2 im Rohmehl und mit dem Abklingen der Reaktion abnimmt. Die kinetische Blockierung von SiO2 verursacht eine relative Erhöhung der Kalksättigung und einen Alitüberschuss mit Rücksicht auf das Gleichgewicht, der während der Zeit der Reaktionsdauer anhält und erst nach deren Beendigung erlischt. Die gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen mithilfe einer geeigneten Anwendung der Regressionsanalyse die Berechnung der realen Phasenzusammensetzung des Klinkers aus seiner chemischen Analyse, die spezifisch für die Rohstofflokalität ist und einen Bestandteil des komplexen Berechnungsprogramms zur Steuerung und Stabilisierung der Klinkerqualität bildet. Eine unerlässliche Kontrollfunktion bei der betrieblichen Anwendung dieses Programms ist die betriebliche Mikroskopie, eine autonome direkte Methode für die Bestimmung der realen Phasenzusammensetzung des Klinkers. Die Ergebnisse der Entwicklung der betrieblichen Mikroskopie in den letzten Jahren werden am Ende dieses Beitrags beschrieben.
Summary CEMENT INTERNATIONAL 01/2006 S. 84-89
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