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Einsatz von Sekundärstoffen im Zementwerk Rohrdorf
Dipl. Ing. H. Rodlmayr, Südbayerisches Portland-Zementwerk, Rohrdorf, Germany
Die Zementproduktion ist ein rohstoff- und energieintensiver Prozess. Die Zementindustrie ist daher seit jeher bemüht, die benötigten Rohstoffe einerseits und die erforderlichen Brennstoffe andererseits durch Sekundärstoffe zu ersetzen. Dadurch können natürliche Ressourcen geschont, Stoffe aus anderen Produktionsprozessen im Sinne des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes sinnvoll verwertet und die Wirtschaftlichkeit der Herstellung verbessert werden. Beim Einsatz von Sekundärbrennstoffen in den Zementwerken gelten in Deutschland neben den Regelungen der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) zusätzlich die Bestimmungen der 17. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutz-Gesetz (17.BImSchV). Entsprechend dieser Verordnung werden die Emissionsgrenzwerte in Abhängigkeit vom Anteil der Sekundärbrennstoffe an der Feuerungswärmeleistung herabgesetzt. Die Emissionssituation, der Herstellprozess sowie die Eigenschaften des Endprodukts Zement dürfen durch den Einsatz von Sekundärstoffen nicht negativ beeinflusst werden. Die Sekundärstoffe müssen daher genau definierte Qualitätskriterien im Hinblick auf ihre physikalischen Eigenschaften und ihre chemische Zusammensetzung erfüllen. Eine umfangreiche und gewissenhafte Qualitätskontrolle bei den Sekundärstoffen ist für einen erfolgreichen Einsatz somit unerlässlich. Im vorliegenden Beitrag wird über den Einsatz von Sekundärroh- und Sekundärbrennstoffen im Südbayerischen Portland-Zementwerk in Rohrdorf berichtet. Näher betrachtet werden dabei insbesondere die Auswirkungen auf die feuerfeste Auskleidung der Drehofenanlage.
Summary CEMENT INTERNATIONAL 05/2004 S. 88-99
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