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Modernisierung von zwei Zementmühlen im ukrainischen Zementwerk Odessa
Ing. E. Pichlmaier, Christian Pfeiffer Maschinenfabrik GmbH, Beckum, Germany
Im ukrainischen Zementwerk Odessa hat die Christian Pfeiffer Maschinenfabrik GmbH zwei bisher im Durchlauf betriebene Zementmühlen mit den Abmessungen Ø 2,2 m x 13,0 m unter Einsatz nur eines Hochleistungssichters QDK 22-N auf den geschlossenen Kreislauf umgerüstet. Mit der aus zwei parallel beaufschlagten Zweikammerrohrmühlen bestehenden Zementmahlanlage werden drei verschiedene Zementsorten hergestellt, u.a. ein Hochofenzement mit einem Hüttensandanteil von 50 M.-%, der auf Mahlfeinheiten entsprechend einem Blaine-Wert von 3700 cm2/g gemahlen wird. Im Zuge der Modernisierung wurden auch die Mühleninterna auf den neuesten Stand gebracht. Während die ersten Mahlkammern jeweils mit Hubpanzerungen ausgerüstet wurden, erhielten die Feinmahlkammern Klassierpanzerungen. Die eingesetzte Trennwand wurde mit einer Materialstromregelung ausgeführt, wodurch die Mahlgutfüllung in Mahlkammer 1 optimiert werden kann. Die Mahlkörpergattierung mit hochverschleißfesten, gegossenen Mahlkugeln umfasst Kugeldurchmesser von 18 bis 90 mm. Zum Modernisierungsumfang gehörte auch die Installation einer Mühlenregelung, die u.a. das durch den Sichter abgeschiedene Grobgut mengenmäßig erfasst und in gleichen Anteilen den beiden parallel betriebenen Zementmühlen zuführt. Der Parallelbetrieb von zwei Zementmühlen in Kreislaufschaltung mit nur einem Sichter stellt technologisch gesehen zwar ein sehr ungewöhnliches Lösungskonzept dar, hat sich aber trotzdem im praktischen Betrieb bewährt. Mit der Umrüstung der beiden Zementmühlen auf den geschlossenen Kreislauf wurden nicht nur Durchsatzsteigerungen erzielt, sondern auch die Qualität aller erzeugten Zementsorten konnte durchweg verbessert werden. Außerdem konnten auch Verbesserungen im elektrischen Energiehaushalt erzielt werden.
Summary CEMENT INTERNATIONAL 05/2004 S. 74-78
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